Lexikon der Filmbegriffe

Seitenverhältnis: Fernsehformate

– 4:3 – Das „klassische“ Fernsehseitenverhältnis ist 4:3 und entspricht dem 1,33:1-Verhältnis des Kinos. Es wird heute meist „Vollformat“ genannt.
– 5:3 – Die japanische Fernsehgesellschaft BHK experimentierte anfangs der 1970er Jahre mit einem hochauflösenden HDTV-Format im 5:3-Seitenverhältnis. Versuche, das System international durchzusetzen, scheiterten 1986 endgültig. Seitdem wird das Verfahren nicht weiter gepflegt.
– 16:9 – Das heute übliche 16:9-Seitenverhältnis berechnet sich als Quadrat aus 4:3 und liegt mit 1,77:1 zwischen dem europäischen und amerikanischen Standardformat (1,66:1 und 1,85:1). Derartige Fernseher nennt man oft „Breitwandfernseher“ oder entsprechend „widescreen TV“. Im März 1991 hatte der französische Thomson-Konzern den ersten 16:9-Fernseher in Paris präsentiert. Kurz darauf führte Japan am 25.11.1991 das HDTV-System Hi-Vision mit 1.125 Zeilen, 60Hz und dem Bildseitenverhältnis 16:9 ein. Der Ministerrat der EU beschloss 1993, „die Einführung fortgeschrittener Fernsehdienste in Europa im Format 16:9 gezielt zu fördern“. Seitdem wird ein sich langsam vergrößernder Teil der Fernsehproduktionen im breiteren 16:9-Format ausgestrahlt (ARD und ZDF, BRD: 7-9%, Stand: 2000).

Referenzen:

Letterboxing

Pan-and-Scan-Verfahren


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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