Lexikon der Filmbegriffe

Azetylzellulose

Azetylzellulose ersetzte in den 1920er Jahren die sehr leicht brennbare Nitrozellulose als Schichtträger von fotografischen Filmen. Sie ist eine aus Zellulose gewonnene, transparente und flexible Substanz (Zelluloseester). Es gibt mehrere verschiedene Arten: Das T-Cellit enthält 60-60,3% abspaltbare Essigsäure, das F-Cellit 56%. Für besondere Schichtträger werden auch Mischester der Zellulose verwendet (wie B-Cellit mit Essigsäure und Propionsäure). Je nach Art des Esters verändern sich die Charakteristiken der Schichtträger – die Festigkeit und Maßhaltigkeit, die Längung bei Feuchtigkeitseinfluss variieren (so ist F-Cellit mechanisch fest, aber wenig maßhaltig; T-Cellit dagegen erbringt die für Kinofilm geforderte Maßhaltigkeit). Für alle Varianten bleibt aber die Schwerentflammbarkeit kennzeichnend – daher auch die Bezeichnung „Sicherheitsfilm“ oder „Safety Film“.
 

Referenzen:

Azetatfilm

Nitrozellulose

Schichtträger


Artikel zuletzt geändert am 13.01.2012


Verfasser: JH


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