Lexikon der Filmbegriffe

Shutter-Effekt

auch: Stroboskop-Effekt


(1) Der Shutter-Effekt tritt auf, wenn die Frequenz von Film- oder Videobildern der Frequenz eines bewegten Bildobjektes ähnelt, z.B. den Speichen eines sich drehenden Rades. Dabei scheint das eigentlich bewegte Objekt stillzustehen oder sich in die falsche Richtung zu bewegen, da die Objektbewegung von den Einzelbildern in immer gleicher Position, bzw. sich geringfügig (in die ‚falsche‘ Richtung) verschiebend, aufgenommen wird.
(2) Mit dem Shutter einer Videokamera bzw. der Flügelblende einer Filmkamera kann eine Verkürzung der Belichtungszeit pro Einzelbild eingestellt werden. Die Anzahl der Bilder pro Sekunde bleibt dabei gleich (PAL-Video = 25 Vollbilder/sec = 50 Halbbilder/sec, Film = 24 Bilder/sec). Bei Verwendung sehr kurzer Belichtungszeiten (1/500sec oder kürzer) treten keine wahrnehmbaren Bewegungsunschärfen mehr auf, es entsteht ein ‚Stroboskop-Effekt‘, die Bilder verschmelzen nicht mehr zu einer flüssigen Bewegung.
(3) Ein im Bereich von 1/50sec bis 1/150sec fein einstellbarer Shutter ermöglicht das flimmerfreie Abfilmen von Computer-Monitoren, da sich dann die Frequenz eines Computer-Monitors und somit die Dauer einer Einzelbild-Darstellung mit der Einzelbild-Belichtungszeit der Video-/Filmkamera deckt.


Artikel zuletzt geändert am 22.07.2011


Verfasser: DF


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