Lexikon der Filmbegriffe

Deutscher Filmpreis

gelegentlich: Bundesfilmpreis

Der seit 1951 verliehene Deutsche Filmpreis ist das Kernstück der Filmförderung der Bundesregierung - bis 1998 dem Innenminister, seit 1999 dem Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien (BKM) zugeordnet. Die Auszeichnung wird auf Vorschlag der „Kommission Deutscher Filmpreis“ für Spielfilme, Dokumentationen, Kinderfilme und hervorragende Einzelleistungen vergeben und hat neben der publizistischen Wirkung gleichzeitig eine finanziell unterstützende Funktion (seit 1956): Dem Produzenten eines ausgezeichneten Filmes werden Preisgelder in erheblicher Höhe zugewendet, die für die Herstellung eines neuen Filmes zweckgebunden sind. Im Rahmen der Neu-Regelung des Deutschen Filmpreises im Februar 2000 wurde das Budget aufgestockt, so dass seitdem Gelder in Höhe von jährlich ca. 2,8 Millionen zur Verfügung stehen. Seit 1951 flossen mehr als 38,8 Millionen an die mit Gold bzw. Silber ausgezeichneten Produktionen. Dazu kamen mehr als 17 Millionen, die bereits mit der Nominierung eines Filmes verbunden waren. Einzelleistungen sind erst seit 1991 mit einem Preisgeld verbunden. Die Trophäe ist der höchstdotierte deutsche Kulturpreis.
Der erste Preisträger war Das Doppelte Lottchen (1951), der alle drei Preise – „Bester abendfüllender Spielfilm“, „Beste Regie“ (Josef von Baky) und „Bestes Drehbuch“ (Erich Kästner) – erhielt. Heute wird der Preis in 14 Kategorien verliehen. Nachts, wenn der Teufel kam erhielt 1958 zehn Preise. Rainer Werner Fassbinder gewann insgesamt sechsmal als Regisseur bzw. Drehbuchautor, Götz George wurde viermal ausgezeichnet. Als Auszeichnungen der Kategorie „Bester Film“ wurden seit 1951 das Filmband in Gold sowie zwei Filmbänder in Silber verliehen. 1954 wurde durch ministeriellen Erlass die Reihe der Auszeichnungen auf die Filmbänder in Gold und Silber und auf die „Goldene Schale“ beschränkt. Seit 1999 gibt es eine neu gestaltete Statue („Lola“ genannt) – sie zeigt eine Art-Déco-Frauenfigur, umhüllt von dem traditionellen Filmband. 

Weitere Informationen: http://www.deutscher-filmpreis.de/
 

Referenzen:

Lola


Artikel zuletzt geändert am 17.01.2012


Verfasser: JH


Zurück