Lexikon der Filmbegriffe

Schaunummer

Format der frühen Kinematographie, das artistische Vorführungen, Zaubereien, Tanz-Darbietungen und andere Bühnenperformances (Varieté-Programme etc.) aufzeichnet. Dabei kommen bereits die ersten für das Kino entwickelten Special Effects und Tricks zum Einsatz (vor allem der ehemalige Schausteller und Bühnenzauberer Georges Méliès brachte das Arsenal seiner Bühnentricks für den Film vor die Kamera). Die Position der Kamera ist die eines idealen Zuschauers, dessen point of view frontal zur Bühne oder Rampe ist und der den Bühnenraum überblickt. Die Länge der Schaunummern-Filme richtet sich nach der Dauer der Nummern und folgt deren innerer Dramaturgie. Schaunummern können aber, wie fast immer bei Méliès, auch in längere Spielfilme integriert sein (The Wonderful Living Fan, 1904; The Untamable Whiskers, 1904). 


Artikel zuletzt geändert am 19.07.2011


Verfasser: UK


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