Lexikon der Filmbegriffe

Imax Rides

Imax Corporation war bereits an der Entwicklung von Back to the Future – The Ride (1991) beteiligt, einem 16 Millionen Dollar teuren Spektakel der Universal Studios. Das System bot annähernd 200 Zuschauern vor einer 30m hohen Leinwand Platz. Dabei ging es um die realistische Illusionierung des Eindrucks einer Bewegung durch den Raum, die nicht allein durch die Bilder der Halbrund-Projektion, sondern auch durch Bewegungen der Bestuhlung und des Bodens gefüttert wurde.
Der weltweit erste 3D-Ride wurde 1994 im Imax Simulator Ride im Caesars Palace in Las Vegas eröffnet. Das verbesserte System Imax Ridefilm wurde unter der Leitung des Special-Effects-Spezialisten Douglas Trumbull entwickelt, der seit 1995 auch Vizepräsident der Imax Corp. ist. Die Projektion erfolgt in Kabinen, die dem Interieur von Raumschiffen nachgebildet sind und jeweils 18 Zuschauern Platz bieten. Jede kann auf drei oder mehr hydraulischen Ständern ruckartig oder sacht bewegt werden. Das System arbeitet mit einem 35mm-Film, der mit 48 Bildern pro Sekunde auf einer gewölbten Leinwand im Inneren der Kapseln abgespielt wird.
Trumbull entwickelte noch im Vorfeld der eigentlichen Rides 1993 den Ridefilm Das Geheimnis der Luxor Pyramide (Secrets of the Luxor Pyramid) für das Pyramidenhotel „Luxor“ in Las Vegas, Nevada. Die lange Vorgeschichte der Simulatoren ging nun in außerordentlich kostspielige Installationen über: Professionelle Rides verwenden militärische Simulationstechnik, kosten inklusive des eigens gedrehten Filmmaterials drei bis sieben Millionen Dollar und finden sich daher außerhalb von Las Vegas nur in Vergnügungsparks.
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Referenzen:

Action Ride


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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