Lexikon der Filmbegriffe

Manteau d'Arlequin

franz., = Mantel des Harlekins

Bezeichnung einer einfachen Art von Bühnenrahmen zum Verkleinern oder Vergrößern der Bühnenöffnung im Kulissentheater. Er bestand aus zwei Seitenteilen (auch Draperien oder Kulissen genannt) sowie aus einer entsprechenden Soffitte als oberem Abschluss. Die drei Rahmenteile waren einzeln zu bewegen. Trotz der fixen Distanz zwischen Zuschauer und Bühne gab der Manteau d‘Arlequin eine Möglichkeit, die Größe der Spielfläche sowie das Seitenverhältnis, in dem der Spielraum erschien, zu manipulieren. Er gehört zu den bühnentechnischen Vorläufern der im Film veränderlichen Kameradistanzen sowie des Seitenverhältnisses.

Referenzen:

Kasch


Artikel zuletzt geändert am 29.07.2011


Verfasser: JH


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