Lexikon der Filmbegriffe

Fußnummern

auch: Randnummern; engl.: edge numbers, rubber numbers

Fuß
- oder Randnummern sind fortlaufende Nummern, die vom Filmhersteller auf den Rand des Rohfilms aufgebracht wurden, damit man jede Einstellung eindeutig identifizieren kann. Die Fußnummern auf dem Negativ werden auf die Arbeitskopie mitkopiert. Die digitale Variante der Fußnummern, die 1990 von Kodak vorgestellt wurde – der so genannte Keycode –, ist ebenfalls auf dem Rand des Filmnegativs aufgebracht. Er ähnelt dem Barcode auf den Waren im Supermarkt, nur ist er schmal genug, um auf dem Rand eines Filmes Platz zu finden.
Mit Hilfe der Fußnummern ist es möglich, einen Film zunächst mit Hilfe einer Arbeitskopie zu gestalten und das wertvolle Originalnegativ erst nach Fertigstellung des Feinschnitts bildsynchron nachzuschneiden. Die Signatur besteht unter anderem aus einer mehrstelligen Zahlen-Buchstaben-Kombination und wird bereits vom Rohfilmhersteller auf den Film belichtet. Bei 35mm-Material ist jedes 16. Bild auf diese Art markiert, oft werden die Zahlen nach 8 Bildern noch einmal in kleinerer Schreibweise wiederholt. 16mm-Filme tragen alle 20 Felder eine solche Randnummer. In allen Formaten werden die nummernlosen Bilder benannt, indem man den Abstand zur letzten vorangehenden Nummer angibt (z.B.: 31X41011340 + 7). Die komplette Signatur besteht aus zahlreichen weiteren Elementen. So sind neben dem Rohfilmhersteller auch der Materialtyp, die Emulsionsnummer und oft auch das Produktionsjahr des Films ersichtlich. Bei den meisten älteren Kodak-Materialien aller Formate ist das Fertigungsjahr in Form einer Symbolkombination codiert (was bei der Datierung anonymen Filmmaterials äußerst hilfreich ist. Bis zum Jahr 1981 wiederholte sich die Symbolkombination alle 20 Jahre.

Literatur: Seeber, Guido: Aus der Praxis. [Über Fußnummern]. In: Die Kinotechnik 3,10, 1921, S. 374-377.

Referenzen:

Keycode


Artikel zuletzt geändert am 02.08.2011


Verfasser: JH


Zurück