Lexikon der Filmbegriffe

Flashfilm

auch: Flash-Film; Flash-Animation; Flash video; von engl. flash (Verb und Substantiv) = „kurzes, schnelles Aufblitzen; Blitz“

Der Ausdruckt Flashfilm meint mit der Software-Anwendung „Flash MX“ der Firma Macromedia auf dem Computer angefertigte, möglichst interaktiv (d.h. den Zuschauer aktiv beteiligende) Video, Text, Audio-Elemente, Sound/Musik und Graphik/Typographie integrierende Kurzfilme, die als Teile von übergreifenden Programmen und „Anwendungen“ („Grußkarten“, Spiele, interaktive Unterrichtsmaterialien, animierte Wirtschaftsgraphiken, Firmenpräsentationen, Produktwerbung u.ä.) oder aber separat als künstlerische Einzelleistungen (Cartoons, Computerfilm, Computergraphik; animierte Typographie; Experimentalfilm, Animationsfilm, spielfilmartige Sequenzen) über Internetadressen auf dem Computer geladen und mittels eines besonderen Abspielprogramms (Flash Player) auf dem Bildschirm betrachtet werden können.
Flashfilme streben an, ihre Botschaften in der ihnen zur Verfügung stehenden kurzen Zeitspanne beim Betrachter über das Auslösen starker Emotionen oder durch schockartige, kurzgeschlossene, „blitzartige“ Erkenntnisse und Einsichten zu vermitteln.
Inzwischen löst sich die Bezeichung Flashfilm von dem Produktnamen der Firma und bezeichnet eher generisch die interaktive, Medienformen integrierende Machart derartiger Kurzfilme. Einige von ihnen werden bereits als TV-Spots (etwa auf MTV) gesendet. Seit einigen Jahren gibt es ein spezielles, nach Kategorien gegliedertes mehrtägiges Festival, auf dem neue Produktionen vorgeführt und der Fortgang der Technik diskutiert werden: Flashforward Conference and Flash Film Festival (San Francisco).

Referenzen:

Computerfilm I: Produktionsweisen

Computerfilm II: künstlerische Anwendungen

Animationsfilm

Internetfilm


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: LK


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