Lexikon der Filmbegriffe

Goldene Leinwand

Die „Goldene Leinwand“ wird seit 1964 vom Hauptverband Deutscher Filmtheater e.V. (HDF) und der Fachzeitschrift „Filmecho/Filmwoche“ für große Kinoerfolge deutscher und ausländischer Filme verliehen. Sie wird für programmfüllende Spiel-, Dokumentar-, Jugend- und Kinderfilme an die Verleihfirma des betreffenden Films vergeben, die binnen 18 Monaten mindestens 3 Millionen Zuschauer ins Kino geholt haben. Der erste Film, dem dieser Preis verliehen wurde, war Der Schatz im Silbersee (1962). Die Preisverleihung fand am 22.1.1964 im Mathäser-Filmpalast in München statt.
Die Preise sind inzwischen gestaffelt. Neben der „Goldenen Leinwand“ gibt es den Preis mit bis zu drei Sternen (1 Stern: 6 Millionen Zuschauer/18 Monate; 2 Sterne: 9 Millionen; 3 Sterne: 12 Millionen) sowie mit Stern und Brillanten für Serien, die mindestens 6 Filme gleichen Sujets umfassen mit mehr als 30 Millionen Zuschauer. Bislang (Stand: 2004) erhielten die Zwei-Sterne-Fassung: Jurassic Park (1993; Preis: 1994), The Lion King (1993; 1995), Independence Day (1995; 1996), Titanic (1997; 1998), Der Schuh des Manitu (2001; 2001), Harry Potter and the Philosopher‘s Stone (2000; 2001), Lord of the Rings I-III (2000/2001, 2002/2002, 2003/2003), Harry Potter and the Chamber of Secrets (2002; 2002). Titanic (1997; 1998) erhielt bislang als einziger Film die Drei-Sterne-Fassung, und die James-Bond-Serie ist der einzige Träger der „Goldenen Leinwand mit Stern und Brillanten“ (1983).


Artikel zuletzt geändert am 01.08.2011


Verfasser: JH


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