Lexikon der Filmbegriffe

fly-on-the-wall

dt. etwa: „wie eine Fliege an der Wand“

Der amerikanische Dokumentarfilmer Richard Leacock soll einmal gesagt haben, dass ein Filmemacher des Direct Cinema sich idealerweise wie „eine Fliege an der Wand“ verhalten und fühlen solle. Es war das Ideal des Direct Cinema, vorfilmische Ereignisse so getreulich wie möglich aufzuzeichnen und sie so wenig durch die Anwesenheit der Kamera zu beeinflussen, wie es irgend ging. Gerade um die Frage, wie die Kamera mit der aufgezeichneten Situation interagiert, wie sich verdeckte Bezüge und Adressierungen einstellen und so die Authentizität der Aufzeichnung sich verändert, sind intensive und erbitterte Debatten geführt worden.


Artikel zuletzt geändert am 02.08.2011


Verfasser: JH


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