Lexikon der Filmbegriffe

Vergrößerung

(1) In der Fotografie wird der Prozess, der von einem kleinen Negativbild oder Diapositiv zu einem größeren Papier- oder projizierten Bild führt, „Vergrößerung“ genannt.
(2) Beim Film nennt sich die Umkopierung eines Formats auf ein größeres (von 8mm auf 16mm, von 16mm auf 35mm, von 35mm auf 70mm und alle anderen Varianten) allgemein Vergrößerung. Umgekehrt spricht man von Verkleinerung oder „Reduktion“. Bei Vergrößerungen gilt zu beachten, dass die Auflösungsfähigkeit des Zielformats nicht ausgenutzt wird, dass also die Materialität des Bildes im kleineren Format nun als Textur des Bildes sichtbar wird – als Unschärfe, Grobheit des Korns, Verwaschenheit der Kontur etc. Gleichwohl wurde manchmal als finanziellen Gründen (wie in Lond It Luck, BRD 1979, Klaus Gietinger u.a.), manchmal auch aus ästhetischen Motiven (wie bei vielen echten oder gestellten Amateuraufnahmen, die in Spielfilme insertiert werden) sogar der extreme Blow-Up von 8mm auf 35mm durchgeführt.

Referenzen:

blow-up


Artikel zuletzt geändert am 18.01.2012


Verfasser: JH


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