Lexikon der Filmbegriffe

Sexkomödie

Spielart der Komödie, deren Hauptinteresse in den sexuellen Verstrickungen ihrer (fast immer heterosexuellen) Hauptfiguren besteht. Im Unterschied zur Romantischen Komödie geht es hier expliziter, frivoler zu und her, und anders als bei der Screwball Comedy legt man keinen sonderlichen Wert auf Temporeichtum, intelligenten Wortwitz und Gleichberechtigung der Geschlechter. Doch bei aller Vordergründigkeit von Sexualität: Das Ziel der Sexkomödie besteht nicht – wie beim pornographischen Film und dem Softporno – in der körperlichen Stimulierung des Publikums. Es geht nicht um die (ohnehin nicht explizite) Darstellung oder das Auskosten sexueller Handlungen, sondern darum, das Verhalten der Beteiligten lächerlich zu machen, sich über die Wünsche und Begehrlichkeiten des Publikums zu mokieren oder eine Parodie anderer Filme zu erreichen. Sexualität wird also mehr thematisiert als gezeigt – als omnipräsente und sämtliche Aktivitäten der Figuren bestimmende Größe.


Beispiele: How to Marry a Millionaire (USA 1953, Jean Negulesco); Pane, Amore e Fantasia (Italien 1953, Luigi Comencini); Pillow Talk (USA 1959, Michael Gordon); Comment faire l'amour avec un nègre sans se fatiguer (aka: Comment faire l'amour avec un noir sans se fatiguer; Frankreich/Kanada 1989, Jacques W. Benoît).
 

Referenzen:

comedia picaresca


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: PB


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