Lexikon der Filmbegriffe

step-printing

Beim Step-Printing (= Stehkader-Verfahren) wird im Kopierwerk ein und dasselbe Filmbild doppelt (oder mehrfach) auf den Filmstreifen kopiert. Dazu wird der sogenannte step printer benutzt, in dem ähnlich wie in einer Kamera oder in einem Projektor die beiden Filme für die Zeit der Belichtung zum Stillstand kommen. Bei der Projektion hat die Bildverdoppelung zur Folge, dass der durch die Nachbildwirkung im Auge des Betrachters ansonsten erzeugte Bewegungsfluss einem ruckweisen, zittrigen Eindruck der Bewegungsabläufe Platz macht. Step-Printing ist ein reflexives Verfahren, mit dem das Bild verfremdet und wahrnehmungsauffällig wird (was die zahlreichen Verwendungen im Experimentalfilm erklärt); und es ist ein Verfahren der Hervorhebung: In alaska.de (2001, Esther Gronenborn) z.B. werden vornehmlich solche Momente mit Step-Printing hervorgehoben, in denen bedrohliche Situationen vorkommen (Messerstecherei, Hundekampf u.ä.). 
 

Referenzen:

Stehkader


Artikel zuletzt geändert am 22.07.2011


Verfasser: MSC


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