Lexikon der Filmbegriffe

Fernsehfestivals

Viele Filmfestivals sind bis heute für reine Fernsehproduktionen (Fernsehspiele oder TV-Movies) verschlossen, die ohne vorgesehenen Kinostart gar nicht erst zugelassen werden. Um diese Filme dennoch einem direkten Publikum und natürlich Fachleuten und Einkäufern vorstellen zu können, gibt es inzwischen einige Fernsehwettbewerbe und Festivals. Viele der Festivals sind zugleich Märkte, veranstalten Kongresse, Seminare oder ziehen Koproduktions-Treffen an. Sie sind damit nicht nur für den Vertrieb fertiger, sondern auch für die Finanzierung künftiger Produktionen von Bedeutung. Festivals bieten Gelegenheit zu Marktkontakten, die nicht über die großen Rechtehändler und -inhaber, die oft international operierenden Fernsehanstalten oder ausschließlich über Einschaltquoten vermittelt sind, sondern das unmittelbare Produkt zur Kenntnis nehmen. Außerdem finden sich reine Fernsehmessen, Märkte oder Messen für den Vertrieb von TV-Programmen (wie das NATPE in Las Vegas oder das MIP-TV in Cannes).

Zu den wichtigsten Festivals des Fernsehens gehören:

– Alberta: BANFF Television Festival
– Amsterdam: IBC (internationale Medientechnik-Messe; Preise: Nombres d́Or)
– Baden-Baden: Fernsehfestival
– Berlin: Prix Europa
– Biarritz: Festival International de Programmes Audiovisuels (FIPA)
– Cannes: MIP-TV (Programm-Messe ohne Festival)
– Edinburgh: Guardian Edinburgh International Television Festival (GEITF)
– Las Vegas: NATPE (Fernsehmesse ohne Wettbewerb)
– Luzern: Festival Rose d’Or / Goldene Rose von Luzern
– Monte Carlo: Festival de Télévision / Monte Carlo Television Festival
– Prix Italia
– Shanghai: Shanghai International Television Festival.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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