Lexikon der Filmbegriffe

Seitenverhältnis

Das Seitenverhältnis (engl.: aspect ratio) bezeichnet das Verhältnis der Breite zur Höhe des Bildes. Dabei wird heute das Verhältnis am projizierten Bild bestimmt, fußte ursprünglich aber auf der Größe der belichteten Fläche des Filmstreifens.
Der Stummfilm nutzte das zwischen den Perforationsstreifen liegende Feld vollständig aus (1,33:1). Mit dem Tonfilm wurde eine eigene Tonspur nötig, und es bildete sich 1931 das Standardformat (auch Vollbild, Academy-Format oder Academy aperture genannt) heraus (1,37:1), dem auch die Bildgröße des TV (4:3) korrespondiert. Im Überblick die Aufzeichnungs- und Projektions-Seitenverhältnisse:


– 35mm, stumm: Kamera 24 x 18, Projektion 23,5 x 17,5
– 35mm, Ton: 21,3 x 18, 20,8 x 17,5
– 35mm, Ton (neue Norm): 21,3 x 15,75, 20,8 x 15,25


Beim 16mm-Film bleibt das Bildformat gleich, weil die Tonspur durch den Wegfall der Perforation an einer Seite des Filmstreifens gewonnen wurde.
Jedes Format, dessen Breiten-Höhen-Verhältnis größer als 1,33:1 ist, wird Breitwandfilm genannt.

Referenzen:

anamorphotisch

Breitwandformate

Cache

CinemaScope

dynamisches Quadrat

Hochkantformat

Letterboxing

Pan-and-Scan-Verfahren

Scope

Superscope

Vollbild


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: HJW


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