Lexikon der Filmbegriffe

National Film Development Corporation (NFDC)

früher: Film Finance Corporation (FFC)

Die FFC wurde 1960 gegründet. Ursprünglich dem Finanzministerium unterstellt, wurde die Zuständigkeit bald dem Ministerium für Information und Rundfunk übertragen. Die FFC wurde gegründet, um die indische Filmindustrie finanziell zu unterstützen. In den ersten sechs Jahren wurden ca. 50 Filme finanziert, darunter Filme vom Satyajit Ray.
Unter dem unmittelbaren Einfluss von Indira Ghandi initiierte die FFC das „New Indian Cinema“, indem es die beiden Filme, Mrinal Sens Bhuvan Shome (1969) und Mani Kauls Uski Roti (1970), die die Bewegung eröffneten, finanzierte.
1971 änderte die FFC ihre Förderungspolitik. „To develop the film in India into an effective instrument for the promotion of national culture, education and healthy entertainment by granting loans for modest but off-beast films of talented and promising people in the field“, lautete nun die Vorgabe. Das Problem der FFC und der von ihr geförderten Filme war aber von Anfang an, dass man nicht über ausreichende Vertriebsstrukturen und Vorführmöglichkeiten verfügte. So konnten diese Filme zwar gedreht, aber oft nur von wenigen Zusehern gesehen werden.
1980 wurde die heutige NFDC gegründet, indem man die FFC mit der „Indian Motion Pictures Export Corporation“, die zum Teil dem indischen Staat gehören, zusammenlegte. Von 1981-1988 war die NFDC auch für die Organisation des nationalen indischen Film-Festivals zuständig. Seit den frühen 1990er Jahren gibt es eine Zusammenarbeit mit dem staatlichen Fernsehen „Doordarshan“. 1993 übernahm die NDFC den privat geführten „Metro“-Kanal und später den „Movie-Film“-Kanal des Senders.

Literatur: Rajadhyaksha, Asish / Willemen, Paul: Encyclopaedia of Indian Cinema. New rev. ed. New Dehli: Oxford University Press 1999.


Artikel zuletzt geändert am 03.03.2012


Verfasser: CT


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