Lexikon der Filmbegriffe

Sequel

Wenn ein Film sehr erfolgreich gelaufen ist, entscheiden die Studios sich manchmal dafür, den Erfolg mit einem Sequel zu vergrößern. Ein Sequel entsteht aus dem Interesse, den Profit aus einem gegebenen Stoff möglichst groß zu machen. Darum ist ein Sequel ein Film, der die in sich abgeschlossene Geschichte des ersten Films der Reihe fortsetzt, ohne schon geplant gewesen zu sein, als der erste Film produziert wurde. Meist treten die gleichen Schauspieler in den gleichen Rollen im Sequel auf, in denen sie schon im ersten Film agiert hatten. Manchmal entstehen so ganze Reihen von Filmen (Die Hard I-III; The Godfather I-III), die an der Grenze der Serienproduktion liegen.
Narratologisch ist ein Sequel ein Film, der die in sich abgeschlossene Geschichte des ersten Films in der fiktiven Zeit weitererzählt. Gelegentlich entsteht dabei eine Parallelzeit wie in den Filmen des Antoine-Doinel-Zyklus von François Truffaut (1959-1978), in denen der Schauspieler genauso altert wie die Rollenfigur.
Gelegentlich werden auch Filme, die stofflich miteinander zusammenhängen und oft auch gleiche Schauspieler haben, als Sequels bezeichnet. So hängen die äußerst unterschiedlichen Der Willi-Busch-Report (1979) und Deutschfieber (1993) eng miteinander zusammen – sie spielen am gleichen Ort, behandeln das Thema der deutschen Einheit, die Hauptrolle spielt Thilo Prückner.

Referenzen:

Anschlussprodukt

Fortsetzungsfilm

Prequel

Sequel: Nummerierung

Threequel


Artikel zuletzt geändert am 21.01.2012


Verfasser: HJW


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