Lexikon der Filmbegriffe

Shot

engl. für: Einstellung

Das englische shot zeigt deutlich seine Herkunft aus der Fotografie (snapshot oder shot = Schnappschuss, Momentaufnahme). Die Orientierung auf ein Objekt oder ein Ziel ist stärker spürbar als im deutschen „Einstellung“. Dabei ist shot aber in der Redeweise der Fachleute als eine denkbar abstrakte Einheit gefasst, was deutlich wird, wenn man das Verhältnis zum gleichermaßen gebrauchten take untersucht. Mit dieser Doppelsprechweise ist eine wichtige Unterscheidung möglich: Man versteht unter einem take jedes zusammenhängend gefilmte Stückchen Film, also offenbar das gleiche, was man gemeinhin unter „Einstellung“ (manchmal im Deutschen als Aufnahme bezeichnet) versteht. Wenn man den shot als eine Einstellung bestimmt, die in gewissen Eigenschaften (Kamerastandort, -perspektive, -verkantung; Verhältnis zur Handlungsachse; Objektiv-Brennweite; Licht; usw.) festgelegt worden ist, von der also eine gewisse Beschreibung existiert, ist der take jede Realisierung des shots. Der gleiche shot kann in zahlreichen wiederholten takes abgedreht werden.


Artikel zuletzt geändert am 22.07.2011


Verfasser: HJW


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