Lexikon der Filmbegriffe

Show

Die Unterhaltungskunst bildet im 19. Jahrhundert eine ganze Reihe von Formen aus, die bis heute als Live-Unterhaltung, im Radio und vor allem im Fernsehen weiterleben und hier eigene Formen ausgebildet haben. Café Chantant, Café Concert, Music Hall, Revue und Operette, Burleske, Minstrel Show, Vaudeville und Cabaret sind solche Vorformen der medialen Showkunst. Die meisten Shows sind bis heute einer Nummerndramaturgie verpflichtet, die die einzelnen Segmente in bunter Reihe hintereinander stellt. Die Wettkampf-Strukturen von Aktions- und Rate-Spielen geben vielen Shows ein Ziel und einen Gesamtrahmen. Wurden in den 1950er Jahren Shows mit großem Ernst als „Abendschule der Nation“ inszeniert, traten in den 1960er Jahren zunehmend spielerische und schließlich sozialkritische Sendekonzepte auf. „Begriffs-Spiele“ und schließlich parodistisch-postmodernistische Formen finden in den 1980er Jahren zunehmende Verbreitung. Heute wandern Elemente der Quiz- und Gameshow auch in andere Genres hinein, so dass sich das Format partiell aufzulösen scheint.

Referenzen:

Burleske

Freakshow

Intermedium

Vaudeville


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: HJW


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