Lexikon der Filmbegriffe

Showdown

Umgangssprachlicher Begriff für das Ausagieren eines Höhepunkts der Handlung. Der Ausdruck stammt vermutlich vom Pokern, wenn die Karten offen gelegt werden müssen, meint aber im Englischen auch „Aufzeigen der wahren Verhältnisse“. Darum ist er nicht nur auf den Western übertragbar, wo er für die Schießerei am Ende des Films benutzt wird (z.B. in Unforgiven, Clint Eastwood, 1992), sondern auch für psychologische Entwicklungen (z.B. in Chinatown, Roman Polanski, 1974, wo sich Evelyn Mulwray am Ende als Mutter und Schwester desselben Mannes herausstellt).
Der showdown ist in dramaturgischer Hinsicht das enggeführte Konfliktgeschehen, das zu einer letzten Lösung treibt. Auf die Möglichkeit, das Erleben der Finalspannung durch das „Moment der letzten Spannung“ zu steigern, weist Gustav Freytag in seiner Technik des Dramas (1863) hin. In anderen Dramaturgien nennt sich diese Anhebung des Spannungsbogens gegen Ende der Geschichte Klimax.


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: TB HJW


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