Lexikon der Filmbegriffe

Vario-35 / Vario-35A

In dem 1967/68 entwickelten sowjetischen varioskopischen Format Vario-35 wird 35mm-Material verwendet, das die verschiedenen Seitenverhältnisse als Masken in die Vorführkopien gedruckt bekam. Von der überhaupt projizierbaren Fläche von 0,835x0,713" ließen sich vier verschiedene Projektionsbilder erzeugen:


– 0,835x0,453" (= 1,85:1),
– 0,709x0.524" (= 1,37:1),
– 0,614x0,614" (= 1:1),
– 0,535x0,713" (= 0,75:1).


Gleichzeitig wurde das Vario-35A-Verfahren vorgestellt, bei dem ein variabler Anamorphot zum Einsatz kam, der das Bild horizontal bis zum Scope-Verhältnis 2,35:1, vertikal bis zur doppelten Höhe entzerren konnte. Der Nachteil waren die Zeiten, die zur Umstellung der anamorphotischen Optik nötig waren. Die Umstellungen der Optik wurden Signale gesteuert, die zwischen den Perforationslöchern untergebracht waren. Die Optik war auf sechs Seitenverhältnisse ansprechbar:


– 2,35:1 (anamorphotischer Faktor: 2:1),
– 1,85:1 (anamorphotischer Faktor: 1,57:1),
– 1,37:1, 1 (anamorphotischer Faktor: 1,17:1),
– 1: 1 (anamorphotischer Faktor: 0,85:1),
– 0,75:1 (anamorphotischer Faktor: 0,64:1),
– 0,59:1 (anamorphotischer Faktor: 0,5 x 1).


Artikel zuletzt geändert am 16.07.2011


Verfasser: JH


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