Lexikon der Filmbegriffe

car crash movies

Als Gattung des Exploitations-Kinos, bei dem es darum geht, möglichst viele Autos zu Bruch zu fahren, entstand in den 1970er Jahren das car crash movie. Zwar sind Unfall (als Massenunfall) und Verfolgungsjagd (in deren Verlauf ebenfalls zahlreiche Kollisionen und Totalschäden auftreten) als Szenarien filmischer Sensation viel älter, doch kommt es erst spät dazu, dass der bewusst herbeigeführte Unfall (=crash) zum Hauptgegenstand des Films wird. Die Bedeutung des kleinen Genres ging in den 1980er Jahren wieder zurück. Als erster bedeutender Film des Genres gilt H.B. Halickis Gone in 60 Seconds (Die Blechpiraten, 1974; Remake: Gone in 60 Seconds, 2000, Dominic Sena), bei dem 93 Autos verschrottet wurden und der in einer 40minütigen Verfolgungsfahrt gipfelt. Zu den Filmen gehören weierhin Death Race 2000 (Frankensteins Todesrennen, aka: Herrscher der Straße, 1975) mit David Carradine, Three Bullets for a Long Gun (Friß meinen Staub, 1976) mit Ron Howard und The Cannonball Run (Auf dem Highway ist die Hölle los, 1981) mit Jackie Chan, Roger Moore, Dean Martin und Burt Reynolds. Die ästhetisch höchste Verdichtung erfahren die Themen des Genres in David Cronenbergs Crash (1995), in dem die Suche nach Unfällen als Form intensiven Gegenwartserlebens gezeichnet wird, das eng mit sexueller Erregung gekoppelt ist. 


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: HJW


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