Lexikon der Filmbegriffe

Animatic

manchmal auch: story reel

Eine Animatic ist eine Vorstufe des realisierten Films. Sie basiert auf den Einzelbildern des Storyboards, die in der Reihenfolge aneinandergefügt werden, in der sie später im Film verwendet werden sollen. Unter Umständen werden rudimentäre Dialoge und Entwurfsfassungen von Musik und Sound hinzugefügt, um die Plausibilität der Abfolge, die Kontinuität der Bewegung, die Bild-Ton-Koordination und ähnliches prüfen zu können. Insbesondere geht es dabei auch um die erste Kontrolle des Rhythmus. Auch Fahrten über die Bilder sowie Zoom-Ins und Zoom-Outs, die mit digitalen Schnittprogrammen problemlos simuliert werden können, dienen der Erprobung des Rhythmus. Für die eigentlichen Dreharbeiten stellt ein Animatic eine erhebliche Erleichterung dar (darin durchaus dem Storyboard verwandt), weil Strategien der visuellen Auflösung, der Positionierung der Kameras, der Ton-Koordination schon vor Beginn der Arbeiten weitestgehend festgelegt werden können. Auch die Menge an Szenen, die im endgültigen Film gar nicht verwendet werden, kann dadurch erheblich begrenzt werden.


Animatics werden regelmäßig im Werbefilm hergestellt – sie bilden eine Art billiger Testfilme. Erst nach ihrer Begutachtung werden die tatsächlichen Filme hergestellt.


Animatics werden in Frühphasen der Produktion nicht nur aus Gründen der Formfindung hergestellt, sondern auch, um eine Rudiment-Fassung des Films zu gewinnen, die Produzenten vorgelegt werden kann. Insofern handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Storyboards, das neben Funktionen der Produktionsplanung ja auch immer Möglichkeiten der Illustrierung eröffnete. 
 

Referenzen:

Leica-Reel

photomatic (1)

photomatic (2)

story reel


Artikel zuletzt geändert am 24.08.2014


Verfasser: AS


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