Lexikon der Filmbegriffe

Studiosystem

Als Studiosystem bezeichnet man im engeren Sinne die Produktionsstruktur, die Hollywood in der Zeit zwischen 1930 und 1960 hatte – bestehend aus den fünf großen (MGM, Paramount, RKO, 20th Century Fox, Warner Bros.) und drei kleinen Studios (Universal, United Artists, Columbia), die jeweils eine vertikale Unternehmensstruktur mit eigenen Produktionsstätten, Verleihen und Kinos besaßen. Die kleinen Studios besaßen keine Kinos. Die Produktion in den Studios war strikt arbeitsteilig angelegt und integrierte ökonomische, ergonomische und stilistische Standardisierungen (Hollywood style), so dass die in Teilen serialisierte Produktion ein Gesamtvolumen von 500 bis 800 Filmen pro Jahr ergab. 1948 mussten die Kinos verkauft werden, was zum Verlust der Marktmacht führte und das Produktionssystem Hollywoods veränderte. Heute sind die Studios meist im Besitz von Medienkonzernen wie Time-Warner oder Sony.

Literatur: Staiger, Janet [Hrsg.]: The studio system. New Brunswick, NJ: Rutgers University Press 1995.
 

Referenzen:

Big Six

Big Ten

Paramount Case

producer-unit system

Studiofilm

unit


Artikel zuletzt geändert am 22.03.2012


Verfasser: HJW


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