Lexikon der Filmbegriffe

Swashbuckler-Film

Swashbuckler bezeichnet ursprünglich einen Maulhelden und Prahlhans. Später wurde daraus eine dramaturgische Bezeichnung für einen Raufbold, der zugleich Held einer romantischen Liebesgeschichte ist. Ihn zeichnen besondere körperliche und sportliche Eigenschaften aus – er übertrifft alle anderen im Ringen und Boxen, Reiten und Laufen, Schießen und Fechten. Er ist risikofreudig und geistesgegenwärtig, handgreiflich und doch eigentlich ideell orientiert: Ein Swashbuckler-Film kann im England des Mittelalters spielen, im Frankreich des Ancien Régime, im Kalifornien von 1820 – damals unter mexikanischer Herrschaft – oder in der Karibik des 18. Jahrhunderts. Trotz aller örtlichen und zeitlichen Verschiedenheiten haben alle Swashbuckler-Filme die typischen Qualitäten ihrer Helden gemeinsam. Was immer auch seine Herkunft oder sein Stand sei – französischer Bürger, angelsächsischer Räuber, orientalischer Dieb, englischer Korsar oder spanischer Edelmann –: er ist hauptsächlich ein Rächer, er stellt die Gerechtigkeit wieder her.

Literatur: Taves, Brian: The romance of adventure. The genre of historical adventure movies. Jackson, Miss.: University Press of Mississippi 1993.
 

Referenzen:

Mantel-und-Degen-Film

Piratenfilm


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: HJW


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