Lexikon der Filmbegriffe

Eurimages

Der europäische Filmförderungsfonds Eurimages wurde 1988 zunächst als informelles Projekt des Ministerrats der EU formiert, erhielt 1989 auf der Grundlage eines Beschlusses des Europarats institutionellen Status. Politisch war damit eine Integration vor allem der ost- mit den westeuropäischen Filmindustrien angestrebt. Eurimages fördert inzwischen in 32 Mitgliedsländern (Stand: 2005) – also weit über die EU hinaus – Spiel-, Dokumentar- und Zeichentrickfilme, sofern sie als Koproduktion zwischen mindestens drei (gelegentlich auch nur zwei) Mitgliedsländern zustande kommen und für eine Kinoauswertung vorgesehen sind. Die Eurimages-Mittel dürfen 15% der Gesamtproduktionskosten und die nominelle Höhe von 700.000 € nicht übersteigen. Außerdem werden gelegentlich Exportmaßnahmen europäischer Filme in Nicht-Eurimages-Länder subventioniert. Eurimages beteiligt sich in Form von Darlehen, die – abhängig von den Umsätzen an der Kinokasse – rückgezahlt werden müssen. Die Mittel des Fonds werden aus jährlichen Pflichtbeiträgen der Mitgliedsländer bereitgestellt. Von 1989 bis 2004 wurden 980 Produktionen mit über 280 Millionen € gefördert.

Nähere Informationen: http://www.coe.int/T/E/Cultural_Co-operation/Eurimages/.


Artikel zuletzt geändert am 19.01.2012


Verfasser: HHM


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