Lexikon der Filmbegriffe

Garderobe

engl.: wardrobe; im Vor- oder Abspann als: Garderobe von; engl. oft: gowns by; frz.: habillé(e) par

(1) Bezeichnung für die Garderobe oft nur eines Stars, die nicht von einem Kostümbildner des Studios, sondern von einem Modeschöpfer mit prominentem Namen entworfen wurde. Durch den wechselseitigen Werbeeffekt zwischen Film- und Modeproduktion hat sich dies als wichtiges Vermarktungsargument für beide Seiten erwiesen. So legte die lebenslange Ausstattung von Hubert de Givenchy für Audrey Hepburns Garderobe sowohl in Filmen als auch im Privatleben den Grundstein für dessen Karriere.
Weitere bekannte Mode-Designer und Haute-Couturiers, die für den Film arbeiteten, sind Yves Saint-Laurent, der die Kostüme für Romy Schneider in César et Rosalie (1972) oder für Cathérine Deneuve u.a. in Belle de Jour (1967), La Sirène du Mississippi (1969), Un flic (1972) und The Hunger (1983) entworfen hat; Giorgio Armani mit den Kostümen zu The Untouchables (1987), den Kostümen für Marisa Paredes in High Heels (1991), für Eddie Murphy in Forty-Eight Hours (1982) und für Richard Gere in American Gigolo (1980); Karl Lagerfeld, der die Kostüme für Maitresse (1973) und die Garderoben Victoria Abrils in High Heels (1991) und Fanny Ardants in Callas Forever (2002) entwarf; Christian Dior, von dem die Kostüme für Jean Simmons in The Grass is Greener (1960) und Indiscreet (1958) stammen, und Pierre Cardin, der die Kostüme für Diana Rigg in der TV-Serie The Avengers (1965-67) konzipierte.
(2) Der Entwurf und die Realisierung der Kostüme obliegt einer eigenen Abteilung der Filmproduktion (Kostümbildnerei, engl.: wardrobe department). 
 

Referenzen:

Kostümbildnerei

Mode und Film: Literaturlage


Artikel zuletzt geändert am 24.01.2012


Verfasser: TS JH


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