Lexikon der Filmbegriffe

B-Prominenz

Vom Bildungsmuster des „B-Films“ ausgehend lassen sich eine ganze Reihe von Augenblickswendungen formulieren: Gemeint ist immer, dass man es mit Vertretern einer Gattung zu tun hat, die aber nicht zur „ersten Garde“ gehören. Je weiter man im Alphabet fortschreitet, als desto dritt-, viert- oder n-rangiger wird die bezeichnete Person oder Sache klassifiziert (z.B. „C-Prominenz“).
Ist die B-Vorsilbe in aller Regel pejorativ gemeint, kann es doch manchmal zu seltsamen Effekten führen, wenn man eine Akteursgruppe so bezeichnet. So wurde die Reality-TV-Serie Dschungelcamp (2004, RTL) mit Prominenten besetzt, die eine künstliche Robinsonade im Dschungel durchleben sollten; gerade die harsche Kritik an dem eher dümmlichen Spiel, in der auch das Argument geäußert wurde, dass es sich um Ex-Prominente, Skandal-Personen oder um Darsteller handele, die am Ende ihrer Laufbahn seien, hatte aber die paradoxe Konsequenz, der Sendung neue Aktualität zu verleihen.

Referenzen:

Z-Film


Artikel zuletzt geändert am 13.01.2012


Verfasser: HHM


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