Lexikon der Filmbegriffe

plot hole

Ein plot hole (wörtlich: „Loch in der Geschichte“) ist ein Sprung in einer Geschichte, der mangelhaft erläutert ist, der mit der Folge von Ursache und Wirkung bricht, der Wahrscheinlichkeiten missachtet und ähnliches mehr. Plot holes stören die innere Konsistenz der Geschichte und der erzählten Welt, sie beschädigen die Glaubwürdigkeit der Erzählung, sie de-positionieren und des-illusionieren den Zuschauer und lassen ihn nach dem inneren Zusammenhang des Erzählten oder gar nach Fehlern der Plausibilität fragen. Zwar ist eingewendet worden, dass derartige Sprünge zum realen Leben dazugehörten, doch werden sie in der Fiktion tunlichst vermieden. Als plot hole gilt z.B. auch ein rabiater Bruch mit einem Charakter; wenn in Casablanca (1942) der Dealer Ferrari, der alles nur gegen Geld tut, Viktor Laszlo die geraubten Pässe ohne Entgelt überlässt, entsteht eine eigentlich unerwünschte Irritation, die hier mit einer Äußerung überdeckt wird: „Why I‘m doing this I don‘t know because it can‘t possibly profit me...“

Referenzen:

deus ex machina

Kohäsion

Kontinuität

suspension of disbelief


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: HHM


Zurück