Lexikon der Filmbegriffe

Tonschleife

Eine Tonschleife ist ein zu einer Schleife geklebtes Stück Tonband. Meist wird sie eingesetzt, um eine ansonsten zu kurze Aufnahme von Atmosphäre (Atmo) oder Geräuschen lang genug zur Verwendung in einer Szene zu machen. Ist die Schleife zu kurz, kann der aufmerksame Zuschauer die Wiederholung hören, z.B. in den Hintergrundgesprächen von Partyszenen. Bei Geräuschen wie Straßenlärm oder Regen fällt die Wiederholung fast nie auf.
Tonschleifen sind ein produktionstechnischer Notbehelf. Selten werden sie als künstlerisches Mittel verwendet, wie z.B. in Vlado Kristls Don Quichote (1961). Mit dem Aufkommen von Samplern und computerbearbeitetem Ton wurden Tonschleifen durch die aus dem DJ-Bereich stammenden „Loops“ ersetzt, die zwischen Sounddesign und Filmmusik stehen.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: MKE


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