Lexikon der Filmbegriffe

midpoint

engl. = Mittelpunkt; auch: central point; dt.: zentraler Punkt

Von Syd Field 1979 in seinem Buch „Screenplay: The Foundations of Screenwriting“ eingeführter Wendepunkt der Handlung in der Mitte des Dramas. Damit vermehrte sich die Zahl der Plot Points auf drei – die beiden anderen trennen nach dieser Darstellung die drei Akte des Dramas. Ähnlich spricht Chris Vogeler von einem central ordeal (= zentrale Prüfung). Bei Field ist der Zentrale Punkt als Konfrontation ausgelegt. Er markiert einen entscheidenden Umschwung der Handlung, einen Wandel der Charaktere, eine Neudefinition sozialer Beziehungen und dergleichen mehr. Oft ist dieser zentrale Punkt der Moment, in dem sich der Protagonist endgültig dazu entscheidet, neue Wege zu gehen – von nun an ist er „ein anderer“. Dann spricht man auch von turnpoint (was einem eingeschränkten Verständnis vom deutschen „Wendepunkt“ entspricht).

Literatur: Field, Syd: The screenwriter's workbook. Exercises and step-by-step introduction for creating asuccessful screenplay. New York: Dell 1984. Dt.: Das Handbuch zum Drehbuch. Frankfurt: Zweitausendeins 1991, S. 143-175.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: HHM


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