Lexikon der Filmbegriffe

Pilotfilm

von frz. Pilote, ital. Piloto, von mittelgriech. Pedotes = Steuermann; engl.: pilot; im Dt. oft auch nur: Pilot

Im Entwicklungsprozess neuer Sendungen im Fernsehen spielt die Pilot- oder Testphase eine bedeutende Rolle. In dieser Phase wird entweder die endgültige Produktionsentscheidung oder -einstellung eines Projektes beschlossen. In aller Regel wird ein Pilot gedreht (als aufwendig produzierte Eröffnungsepisode einer folgenden Serie oder als von der Serie tendenziell unabhängiger TV-Film, so dass im Falle des Nichtgefallens die Serie nicht in Produktion gehen muss), der als Prototyp und einmalige Erprobung des geplanten Serienkonzepts dient (Beispiel: Moonlighting, 1985). Dabei werden manchmal auch die ersten beiden Folgen als zusammenhängender Pilot vorproduziert (wie in der Superhelden-Serie Smallville, 2001ff). Die Kosten einer Pilotsendung entsprechen im Allgemeinen denen eines Fernsehfilms, übersteigen aber die Produktionskosten einer normalen Serienepisode um ein Vielfaches. Der Grund dafür liegt in den besonderen Kosten einer Einzelfilmproduktion (Kulissen, Kostüme und Requisiten), die bei serieller Fertigung absinken. Eigenes Gewicht auf der Kostenseite hat aber auch die Erwartung einer überdurchschnittlichen Qualität, da die Produktionsentscheidung der Serie ausschließlich anhand des Piloten getroffen wird. Manchmal wird die Entscheidung, einem Kinofilm eine Serie folgen zu lassen, auf Grund des großen Erfolgs des Films gefällt, der dann unwillentlich zum Piloten seiner Serie wird.

Referenzen:

backdoor pilot

Episode


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: RPE


Zurück