Lexikon der Filmbegriffe

Bandgeschwindigkeit

Bei der Aufzeichnung von Signalen auf Magnetbänder wird die Bandlaufgeschwindigkeit in ips (inches per second = Zoll pro Sekunde) oder in cm/sec (Werte gerundet) angegeben; als Standardregel gilt dabei: je höher die Bandlaufgeschwindigkeit, desto besser ist die Qualität der Aufzeichnung. Die Laufgeschwindigkeit muss sehr genau eingehalten werden, weil sich sonst das unangenehme „Jaulen“ einstellt. Für Spulen-Tonbandgeräte gelten die folgenden Standardgeschwindigkeiten:

– 30ips = 76cm/s
– 15ips = 38cm/s (Profi-Geschwindigkeit)
– 7,5ips = 19cm/s (semiprofessioneller Standard)
– 3,7ips = 9,5cm/s (Amateurstandard für Spulengeräte)
– 1,875ips = 4,75cm/s („Longplay“).


Tonband-Kassettengeräte laufen mit 4,75cm/s. Für das DAT-Band (Digital Audio Tape) wird eine Geschwindigkeit von 2,005cm/s angegeben (bei Longplay: 1,006cm/s). Bei Videorekordern entsteht durch die Schräglage der Videoköpfe eine wesentlich höhere relative Bandgeschwindigkeit; der tatsächliche Bandvorschub ist mit 2,34cm/s bei VHS nur halb so groß wie bei Tonband-Kassettengeräten (weshalb die Tonqualität bei Randspuraufzeichnung sehr schlecht ist). Die Amateur-Videonormen im Überblick:

– VHS – 2,34cm/s
– Video 8 - 2,0051cm/s
– Beta – 1,873cm/s
– Video – 000 - 2,44cm/s
– DVC – 1,88cm/s.

Die Laufgeschwindigkeit der Profi-Formate schwankt zwischen 28,69cm/sec (bei D-1; 49,7cm/sec bei D-6 für HDTV) und 5,88cm/sec (bei D-9 = Digital-S).


Artikel zuletzt geändert am 26.07.2011


Verfasser: JH


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