Lexikon der Filmbegriffe

Mimographie

von griech. mimos = zunächst Schauspieler, Possenreißer, danach deren Darbietungen

Roch-Amboise-Auguste Bébian veröffentlichte 1822 sein Buch Mimographie, das eine Beschreibung der damals als „natürliche Zeichen“ angesehenen Gebärden Taubstummer anhand eines neu entwickelten Transkriptionsverfahrens enthält. In dieser allgemeinen Bedeutung wird „Mimographie“ bis heute – wenngleich selten – als sorgfältige Beschreibung von Ausdrucksgesten auf der Bühne oder allgemeiner als Beschreibung der schauspielerischen Leistung gebraucht.

Literatur: Fischer, Renate: Zur Verschriftung der Gebärdensprachen Gehörloser: Bewegungsnotation mit der Mimographie. In: Kodikas/Code 18,1-3, 1995, S. 63-74. – Thomas Koebner (Hrsg.): Schauspielkunst im Film. St. Augustin: Gardez!-Vlg. 1998.


Artikel zuletzt geändert am 31.07.2011


Verfasser: JH


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