Lexikon der Filmbegriffe

Arthouse

Kleineres Kino, das künstlerisch anspruchsvolle Autorenfilme zeigt und sich meist an ein urbanes Publikum richtet. Ende der 1920er Jahre in den USA vor allem in den Großstädten der Ostküste aus Filmklubs heraus entstanden. Arthouse-Kinos zeigten europäische Filme und Avantgarde-Produktionen und verzichteten im Unterschied zu den großen Filmpalästen auf jedes Rahmenprogramm, um den Film als selbstständiges Werk in den Mittelpunkt zu stellen. In den 1950er Jahren erlebten sie einen Boom als Vorführorte für europäische Autorenfilme und für Wiederaufführungen. In den 1970er und 1980er Jahren etablierten sie sich als Spielstätten für den Independent- und Underground-Film. Zwischen Anfang der 1930er und Anfang der 1960er Jahre galt art film` bisweilen auch als Codewort für Pornographie, was unter anderem daher rührte, dass die importierten europäischen Filme Sexualität und Erotik freizügiger darstellten als amerikanische, die dem Production Code unterlagen. In Deutschland beträgt der Anteil der Arthouse- oder Studiokinos am gesamten Kinomarkt weniger als 10%, in manchen europäischen Ländern wie Frankreich oder Schweiz beläuft er sich auf rund 30%.
 

Referenzen:

art house


Artikel zuletzt geändert am 13.01.2012


Verfasser: VH PV


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