Lexikon der Filmbegriffe

Zeichentrickfilm

Animationsfilm, in dem die scheinbare Bewegung durch Einzelbildfotografie gezeichneter Figuren entsteht. Seit der Stummfilmzeit wurden Zeichentrickfilme als Kurzfilme im Vorprogramm eingesetzt und entwickelten in den musikalischen Komödien von Walt Disney, vor allem aber in den anarchisch-reflexiven Komödien Tex Averys ganz eigene Formen, die bis heute lebendig geblieben sind und gelegentlich explizit zitiert werden (The Mask, 1994). Zeichentrickformen gab es vielfach im Propagandafilm und finden sich bis heute im Werbefilm.
Zeichentrick-Langfilme werden erst von den Disney-Studios produziert (Snow White and the Seven Dwarfs, 1937). Seitdem hat es immer wieder Versuche gegeben, die besonderen künstlerischen Möglichkeiten des Zeichentricks zu entwickeln und zu erproben (Fantasia, 1940, Walt Disney; Animal Farm, 1955, John Halas, Joy Batchelor; Fritz the Cat, 1972, Ralph Bakshi; Allegro non troppo, 1976, Bruno Bozzetto; Le Roi et l‘Oiseau, 1979, Paul Grimault). Oft waren namhafte bildende Künstler an diesen Produktionen beteiligt. Mit den Asterix- und Lucky-Luke-Filmen sowie diversen Einzelproduktionen ist der Zeichentrickfilm als populäre und massenwirksame Langfilmgattung bis heute lebendig geblieben. Der meist serielle kurze Zeichentrickfilm ist außerdem eines der festen Segmente des Kinderfernsehens geworden. Heute wird die einzelbildweise Produktion zunehmend vom Rechner unterstützt und der Zeichentrickfilm geht in den computeranimierten Film über (Toy Story, 1998; Shrek, 2001).

Referenzen:

Animationsfilm

Anime

Cartoon

Dojinshi

Hentai

Manga

Mischfilm

Pixar

Se-ma-for

Toei / Toei Animation Company


Artikel zuletzt geändert am 19.10.2012


Verfasser: HJW


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