Lexikon der Filmbegriffe

HandMade Films

Britische Filmproduktionsfirma, die 1978 von George Harrison, Mitglied der aufgelösten Popmusik-Gruppe The Beatles, und seinem Manager und Rechtsberater Denis O‘Brien gegründet wurde (dem angestrebten Firmennamen British HandMade Films war die Eintragung verweigert worden). Die gewählte Bezeichnung bringt das Programm mit weitgehend ambitionierten und hochwertigen, wenngleich nicht immer wirtschaftlich erfolgreichen, immer aber typisch britischen Produktionen gut zum Ausdruck. Konkreter Anlass für die Firmengründung war die Finanzierung eines Projekts der befreundeten britischen Komikertruppe Monty Python (Life of Brian, 1979).
1994 verkaufte Harrison die Firma HandMade Films, die bis dahin 22 Filme fertiggestellt hatte und auch im Rechtehandel tätig war, wegen zurückgehender Einnahmen und Unstimmigkeiten mit dem Geschäftsführer O'Brien an die kanadische Paragon Entertainment Corp. (Toronto/Los Angeles), die den Markennamen für ihre Spielfilmabteilung weiterführte. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten Titeln von HandMade zählen neben Monty Python‘s Life of Brian (1979, Terry Jones), der in Nordamerika 21 Millionen US-Dollar einspielte: The Long Good Friday (1979, John Mackenzie), Time Bandits (1981, Terry Gilliam, 46 Millionen US-Dollar Einspielergebnis), Mona Lisa (1986, Neil Jordan), Withnail & I (1987, Bruce Robinson) und Nuns on the Run (1990, Jonathan Lynn).

Literatur: Murphy, Robert: Three companies, Boyd's Co., Handmade, and Goldcrest. In: Auty, Martin / Roddick, Nick (eds.): British cinema now. London: BFI Publishing 1985. – Sellers, Robert: Always look on the bright side of life. Foreword by Michael Palin. London: Metro 2003.

Referenzen:


Artikel zuletzt geändert am 27.01.2012


Verfasser: LK


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