Lexikon der Filmbegriffe

script editor

auch: story editor, scenario editor; dt. selten: Skript-Editor

Script Departments und somit einen Leiter derselbigen – eben den Script Editor – gibt es schon seit 1897. Script Departments wurden eingerichtet, um die Produktion mit Filmideen zu versorgen und um die immer größer werdende Anzahl von unverlangt eingesandten Manuskripten zu bearbeiten. Die Script Departments wurden ab ca. 1912 zu den „most important and most expensive features of a studio“ (Clifford Howard). Zu den bekanntesten Skript-Editoren ihrer Zeit gehörten Lee Dougherty bei Biograph, Marguerite Bertsch bei Vitagraph, Eapes Winthrop Sargent bei Lubin, Benjamin P. Schulberg bei Famous Players, Frank Woods bei Fine Arts, Eustace Hale Ball bei Reliance, Eclair, Solax und Majestic und June Mathis bei Metro.
Mit der Durchsetzung eines detaillierten Drehbuchs samt Kameraanweisungen – dem sogenannten Continuity Script – hatten um 1912 Script Departments zwei Aufgaben: (1) Schreiben und Entwickeln der Drehbücher, (2) abgenommene Drehbücher in die Form des Continuity-Skripts zu bringen, sie mit Kameraanweisungen und andern technischen Hinweisen zu versehen. In der Blütezeit des Studiosystems arbeiteten in einem Scriptdepartement bis zu 70 angestellte Drehbuch-Autoren.

Literatur: Azlant, Edward . The theory, history, and practice of screenwriting 1897 – 1920. Ann Arbor: University Microfilms 1980. = Diss. University of Wisconsin-Madison 1980. – Staiger, Janet: Tame Authors and the Corporate Laboratory: Stories, Writers and Scenarios in Hollywood. In: Quarterly Review of Film Studies 8,4, 1983, S. 33-46.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: CT


Zurück