Lexikon der Filmbegriffe

Untertitel

engl.: subtitles, franz.: sous-titres, niederl.: ondertitels

Werden im Kino fremdsprachliche Originalfassungen gezeigt, benötigen viele Zuschauer zum Verständnis ein Hilfsmittel. Schon seit Beginn der Tonfilmzeit ist eine der Möglichkeiten hierzu die Untertitelung. Die Untertitel, gewöhnlich knapp über dem unteren Bildrand erscheinend, geben das in der fremden Sprache geschriebene oder gesprochene Wort in der eigenen wieder. Die Untertitel sind somit eine Alternative zur Nachsynchronisierung. Beim Tonfilm ist durch Umfang und Tempo des Gesprochenen eine genaue Übersetzung oft nicht möglich. Untertitel fassen deshalb meist die wichtigsten Informationen zusammen, damit der Zuschauer sich schnell wieder auf das Bild konzentrieren kann. Untertitel werden im Allgemeinen direkt auf der Filmkopie „eingebrannt“. Filmarchive bevorzugen heute dagegen die digitale Untertitelung, d.h. der Text erscheint auf einem unter oder neben der Leinwand angebrachten eigenen Display. Dadurch erhält die Kopie keine vom Regisseur nicht vorgesehenen „Fremdbestandteile“. Allerdings muss eine der fremden Sprache kundige Person den Film während der Vorstellung begleiten, um jeden Untertitel (per Druck auf die Tastatur des Computers) synchron zum Film auf die Digitalanzeige zu bringen.

Literatur: Luyken, Georg-Michael / Herbst, Thomas / Langham-Brown, Jo / Reid, Helen / Spinhof, Hermann: Overcoming language barriers in television. Dubbing and subtitling for the European audience. London: European Institute for the Media 1991. – Reid, Helen: The semiotics of subtitling, Why don't you translate what it says? In: EBU Review 38,6, 1987, pp. 28-30.
 

Referenzen:

fansub

OmU

Untertitel für Hörgeschädigte


Artikel zuletzt geändert am 18.01.2012


Verfasser: SL


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