Lexikon der Filmbegriffe

Videokassette

Anfänglich wurden Videosignale auf offenen Bändern mit Spulen aufgezeichnet (1", 2", Japan-Standard). Das war nicht sehr bedienfreundlich und setzte das Bandmaterial einer höheren Belastung und Verschmutzung aus. 1974 kam das VCR-System mit einer Videokassette auf den Markt, die automatisch in den Videorekorder eingefädelt wurde. Sie erlaubte eine Aufzeichnungsdauer von 34 Minuten. Wenig später kamen die Formate Betamax, VHS, Video200 und U-Matic auf den Markt. Die Videokassette enthält zwei Spulen, auf denen das Magnetband auf-, bzw. abgewickelt wird. Auf dem Magnetband befindet sich eine Schicht aus feinen, magnetisierbaren Partikeln, die durch ein elektromagnetisches Feld aus einem Videokopf ausgerichtet werden. Beim Abspielen induzieren diese Partikel einen elektrischen Strom in den Lesekopf. Analoge Bandaufzeichnungen enthalten neben der eigentlichen Bildsignal-Spur noch weitere Spuren für Audio- und Synchronsignale. Einige digitale Formate werden auch ohne separate Audio- und Synchronspuren aufgezeichnet. In absehbarer Zeit werden Videokassetten durch optische Datenträger (z.B.: DVD) oder RAM-Speicher (z.B.: SD-Karte) ersetzt. 


Artikel zuletzt geändert am 16.07.2011


Verfasser: DF


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