Lexikon der Filmbegriffe

Optiken

Optisches Kopierenengl.: optical printing

Wird eine Kopie in einer Kopiermaschine nicht in unmittelbarem Kontakt von Negativ- und Positivfilmstreifen hergestellt (im Verfahren der sogenannten Kontaktkopie), sondern durch Projektion und Aufnahme in einer (weitestgehend automatisierten) optischen Bank, wird sie „optisch kopiert“. Dabei kann das aufgenommene Material verändert werden (durch den Einsatz von Kaschs, Trickoptiken etc.), es entstehen „Kombinationsaufnahmen“, die den Komposit-Bildern zugehören. Optisches Kopieren gehörte als einer der wesentlichen Arbeitsgänge zum TechniScope-Verfahren, bei dem ein Breitbild (2,35:1) als normale, aber auf die Höhe von nur zwei Perforationslöchern reduzierte Aufnahme gemacht wurde; erst beim Übergang auf das Positiv wurden anamorphotische Optiken eingesetzt, so dass eine normale CinemaScope-Projektionskopie entstand - und dieser Übergang wurde als optische Kopie realisiert. Ein anderer wichtiger Anwendungsbereich der optischen Kopie ist die Restauration beschädigter oder geschrumpfter Nitro-Kopien.

Referenzen:

Clairmont-Scope

Normaloptik

Vorsatzlinsen

Zoom


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: JH


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