Lexikon der Filmbegriffe

contract system

dt. etwa: Vertragssystem

In der Zeit des Studiosystems hatten die Studios langfristige Verträge mit fast allen ihren Beschäftigten – Regisseuren und Schauspielern (contract players), Kameraleuten und Cuttern, technischem Personal, Musikern und Drehbuchautoren. Das bedeutete, dass die Studios bestimmen konnten, wer welche Aufgaben bei einem besonderen Filmprojekt zu übernehmen hatte. Gelegentlich wurden einzelne Vertragsangestellte an andere Studios „ausgeliehen“ – so wurde Hitchcock, der einen langjährigen Vertrag mit Selznick hatte, mehrfach an unabhängige Produzenten wie Walter Wanger (Foreign Correspondent, 1940) oder Jack Skirball (Shadow of a Doubt, 1942), aber auch an Studios wie RKO (Suspicion, 1941) oder 20th Century Fox (Lifeboat, 1943) ausgeliehen. Das System löste sich erst in den 1950er Jahren auf.

Referenzen:

contract player


Artikel zuletzt geändert am 15.06.2016


Verfasser: HHM


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