Lexikon der Filmbegriffe

Weepie

von engl. to weep = weinen; auch: tearjerker; dt. abfällig: Schmachtfetzen

Als weepies gelten Melodramen, die tragisch ausgehen, meistens an ein weibliches Publikum adressiert sind und gezielt auf die Tränendrüse drücken. Der Begriff kam schon in den 1920er Jahren auf, aber es war Douglas Sirk, der die Form zu ihrem ästhetischen Höhepunkt mit Filmen wie Magnificent Obsession (1954) und All That Heaven Allows (1956) führte.
Während der Begriff lange Zeit pejorativ besetzt war, wurden die weepies von der neuen feministischen/psychoanalytischen Filmkritik der 1980er Jahre als eine spezifisch weibliche Form des Kinos angesehen und radikal umbewertet.

Literatur: Marcia Landy (ed.): Imitations of life: a reader on film and television melodrama. Detroit, MI: Wayne State University Press 1991.

Referenzen:

Melodrama of Excess


Artikel zuletzt geändert am 05.02.2012


Verfasser: JCH


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