Lexikon der Filmbegriffe

Irisblende

engl.: iris in / iris out; auch: iris wipe; circle-in / circle-out

Die Irisblende ist eine Form der Kastenblende: Dabei wird das Bild durch eine sich vergrößernde oder verkleinernde runde Maske, die an die Blendenöffnung erinnert, geöffnet oder geschlossen. Sie steht meist an Szenengrenzen und wird äquivalent dem Doppel Abblende-Aufblende eingesetzt. Gelegentlich dient sie auch zur Hervorhebung und graphischen Isolierung von Bilddetails; dann wird die Bewegung der Iris oft kurzzeitig eingefroren.
Historisch haben sich zwischen 1917 und 1921 die Paare von Auf-/Abblende und Iris In/Iris Out als Grenz-Markierungen von Szenen etabliert. Zwischen 1921 und 1928 kam die Iris-Blende dann aber außer Gebrauch und wurde durch die Überblendung als verbreitetste Form der Transition ersetzt. In der Tonfilmära wurden Auf-/Abblenden und Überblendungen zu den Indikatoren zeitlicher Ellipsen. Die Irisblende wird fast ausschließlich als historisierendes Mittel eingesetzt, oft in einem ironisch-augenzwinkernden Tonfall.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: HJW


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