Lexikon der Filmbegriffe

Kiddie Matinee

Matinee-Veranstaltungen besonders für Kinder haben sich vor allem in den 1960er und 1970er Jahren in den USA ausgebreitet, auch wenn es sie von Beginn des Kinos an, insbesondere nach dem zweiten Weltkrieg gegeben hat. Dabei wurde ein samstäglicher oder sonntäglicher Matinee-Termin speziell für kindliches und/oder jugendliches Publikum angeboten. Im Anfang wurden vor allem Abenteuer- und Cliffhanger-Serien wie Tarzan, Jungle Jim und Bomba sowie Komödien wie Three Stooges, Bowery Boys und die Abbott & Costello-Reihe gezeigt. Später – beginnend mit der ersten Folge der Santa-Claus-Serie 1960 – änderte sich das Programm, wurde vor allem um Zaubermärchen, aber auch Horrorstoffe für Kinder erweitert. Das Kiddie-Matinee wurde von dem zunächst in Florida, später in New York arbeitenden Produzenten K. Gordon Murray (dem „King of the Kiddie Matinees“) in den frühen 1960ern etabliert, breitete sich dann schnell aus. Er zeigte Filmprogramme freitags, samstags und sonntags an den Nachmittagen, für Einheitspreise für Kinder und Erwachsene. Als die Studios anfangs der 1970er Jahre die Klausel in die Verleihverträge aufnahmen, dass eine Auswertung ausschließlich an Wochenenden untersagt war, war das Ende der Matinees beschlossen, die sich zwar mit unabhängigen Verleihern noch bis in die frühen 1980er halten konnten, aber auf ein immer kleineres Angebot zugreifen mussten.


Artikel zuletzt geändert am 31.07.2011


Verfasser: HJW


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