Lexikon der Filmbegriffe

master shot

auch: cover shot; oft auch nur kurz: master

Der szenische Handlungsraum wird im Coverage-System des Continuity-Kinos durch mindestens drei Kamera-Positionen abgesteckt. Für den tatsächlichen Dreh wird meist so verfahren, dass mit der Kamera, mit der vermittels eines Cover-Shot die Szene im Überblick erfaßt wird, ein ununterbrochener Master Shot der gesamten Szene als Sicherheits-Aufnahme (darum spricht man manchmal auch von einem protection oder insurance shot) gemacht wird. Mit dieser Aufnahme liegt im Zweifelsfall immer eine Aufnahme zur Absicherung der montierten Sequenz vor, auf deren konstanten Raumüberblick der Cutter zurückgreifen kann. Man spricht manchmal von einer „Rücksetzung“ des Bildes (re-framing) mittels eines Rückschnitts oder auch von einem cut back als re-establishing shot in jene erste Aufnahme als Gesamtansicht des Handlungsraums, die zudem oft auch noch zu Beginn der Szene als Opening Shot diente. Gelegentlich wird eine zweite Gesamtaufnahme der Szene aus einer anderen, meist näheren Perspektive gemacht (second master shot) – dadurch erhöht sich die Vielfalt der Anschlüsse und Rückschnitte, die im Schneideraum möglich sind.

Referenzen:

Continuity System

Covern

Establishing Shot


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: HB


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