Lexikon der Filmbegriffe

Entwicklungskosten

engl.: development money

Gelder, die der Produzent vor Beginn der Dreharbeiten für die Entwicklung des Projektes ausgibt, z.B. für:


– den Erwerb einer Option auf den Kauf der Verfilmungsrechte eines Stückes, Buches oder einer anderen kreativen Arbeit;
– den endgültigen Kauf eines Verfilmungsrechtes;
– ein Honorar für die Stoff- und Drehbuchentwicklung;
– Kosten für die Erstellung des Budgets, Erarbeitung eines Produktions- und Drehplans;
– Kosten für die Beantragung von Zuschüssen und Fördermitteln;
– Suche und Auswahl möglicher Drehorte sowie Einholen von Drehgenehmigungen;
– Beauftragung von Casting-Agenturen, Auswahl der Schauspieler und Crew-Mitglieder;
– Herstellung von Voraus-Präsentationen für mögliche Verleiher und Finanziers.


Entwicklungskosten sind Vorkosten, die im Falle, dass das Projekt nicht zustande kommt, als Verluste verbucht werden müssen – ohne Realisierung des Projektes hat der Produzent keine Möglichkeit, seine Entwicklungsinvestition zu refinanzieren. Darum ist die Bereitstellung von Mitteln, um eine Entwicklung weiter voranzutreiben, meist gekoppelt mit der Entscheidung, das Projekt auch in Produktion gehen zu lassen, selbst wenn sich herausstellt, dass sein Kinopotenzial zweifelhaft ist. Um diesen fatalen Kreislauf zu durchbrechen, halten die meisten Filmförderungen eigene Töpfe zur Projekt-, Stoff- oder Drehbuchentwicklung bereit. 


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: HHM


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