Lexikon der Filmbegriffe

Konfektionsfilm

Rudolf Arnheim führte den Begriff des Konfektionsfilms in die Filmkritik und -theorie ein. Er verstand darunter seriell gefertigte Filme ohne künstlerische Ambitionen, die primär oder gar ausschließlich der – flachen und anspruchslosen – Unterhaltung eines Massenpublikums dienten. Der Begriff wurde bis in die 1960er Jahre hinein verwendet – in gleichbleibend abschätziger Haltung. Eine ähnliche Bedeutung hat „Konfektion“ (auch: „Konfektionsware“) in der Textilbranche, in der man darunter die Auswahl von Schnitten, Farben und Größen von Kleidungsstücken versteht, die in einer jeweiligen Saison massenhaft gefertigt und in Kaufhäusern an ein nicht-individualisiertes Publikum verkauft werden („von der Stange“). 

Literatur: Arnheim: Rudolf: Film als Kunst. Frankfurt: Fischer 1979, S. 193-205. Zuerst 1932.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: AS


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