Lexikon der Filmbegriffe

Strecken

Wenn Stummfilme, die mit langsameren Geschwindigkeiten als 24 B/S aufgenommen wurden, für eine Vorführung auf einem Tonfilmprojektor umkopiert werden, ohne dass es zu Zeitraffereffekten kommen soll, muss beim optischen Kopieren die ursprüngliche Kopie „gestreckt“ werden. Im einfachsten Fall wird jedes zweite Bild doppelt aufgenommen, so dass sich auf der Endkopie an Stelle von zwei Bildern jeweils drei befinden – so dass eine mit 16 B/S aufgenommene Kopie mit 24 B/S abgespielt werden kann und der Eindruck normaler Bewegungsgeschwindigkeit entsteht. Bei anderen Geschwindigkeiten sind andere Umrechnungsfaktoren und Verdoppelungsquoten zu berechnen, zumal Frequenzschwankungen immer wieder manuell ausgeglichen werden müssen. 
 

Referenzen:

drop frame

Pal Speed-up

Telecine


Artikel zuletzt geändert am 21.01.2012


Verfasser: JH


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